06.09.2012 | Laboe

Musiker müsste man sein: Den ganzen Tag lang nur das tun, was einem Spaß macht: Singen, singen, singen. Wenn man dafür allerdings mittags in Laboe (Nähe Kiel) sein will und in Dresden startet, dann muss man unter Umständen auch mal 4:30 Uhr aufstehen und das nach zwei intensiven Probentagen und nur einem freien Tag zum Entspannen und Packen. Doch das war bald vergessen, denn als wir heute starteten wussten wir bereits genau, wo es hingeht: In Laboe waren wir bereits im letzten Jahr. Und bei unserer ersten Tournee fühlten wir uns dort so gut aufgehoben und hatten so ein tolles Konzert, dass es fast wie ein selbstverständliches „Nach-Hause-Kommen“ war dieses Jahr. Schon allein deshalb, weil es gleich zu Beginn ein wunderbares Essen gab, unter anderem mit selbst geräucherter Forelle. Die Kirche war uns natürlich schon bekannt, aber die Probe trotzdem äußerst intensiv, denn: Das erste Konzert auf der Tournee mit dem neuen Programm mit einigen bekannten, aber vielen neuen Stücken stand an. Danach ging es zu den netten Quartiereltern und drei von uns sollten wieder auf dem Boot übernachten – auch das kannten wir schon vom letzten Jahr. Um 20 Uhr stand das Konzert an, alle in froher Erwartung. Und bald war klar: Die neuen Stücke laufen und kommen an. UND: Unsere neue Aufstellung wirkte auch Wunder. Wir probierten eine Halbkreisaufstellung aus, nicht nach Stimmgruppen geordnet, sondern völlig durcheinander. So konnten wir besser aufeinander hören und wir konnten die „4 Dimensionen des Singens“ ausprobieren: Wir konnten nicht nur die Noten, den Dirigenten (der diesen Jahr selbst mitsang) und das Publikum, sondern auch uns gegenseitig sehen und so besonders „gut harmonieren“ und Stimmung machen. Auch das Publikum war gut drauf und in der Pause konnten wir vielen Interessierten unseren ganzen aktuellen Stolz präsentieren: Unsere druckfrischen Visitenkarten. Für das gute Essen konnten wir uns auch gleich bedanken, denn am Ende des zweiten Programmteils kam: „Die launige Forelle“ nach Schubert in verschiedenen Variationen. Und im dritten Teil kamen die neuen Arrangements unseres „Haus- und Hofarrangeurs“ Max natürlich wieder besonders gut an, aber auch eines unserer größten Markenzeichen: „O happy day“ (ebenfalls von Max) – und es war ein fröhlicher Tag, der seinen Abschluss im gemeinsamen Abendbrot fand, auch hier wieder mit dem bereits bekannten „Chili con carne“ – sehr gut „wie immer“ (also wie letztes Jahr). Laboe – da kommt man doch gerne („immer“) wieder!